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Laufen - mein Leben
Gerd Müller aus Havelberg
   
   
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komm       nicht gehen
komm nicht gehen

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5. Teil - Zwischenstand
Da bin ich wieder! Es ist etwas Zeit vergangen, die Sie hoffentlich regelmäßig zur Bewegung genutzt haben.
Inzwischen habe ich durch Rückmeldungen auf meiner Homepage feststellen können, dass ich tatsächlich einige von Ihnen erreicht habe und sie bewegen konnte, sich mehr zu bewegen.


An diesen Sätzen können Sie wieder genau erkennen, worum es hier geht.....um die Bewegung und ihre positiven Auswirkungen auf Ihre Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Wir waren schon relativ weit gekommen. Am Anfang stand der Entschluss, es folgte der Beginn und nun gilt es, Rechenschaft abzulegen (vor sich selbst) über den Verlauf der ersten Wochen Ihres Einstiegs in die Welt des Laufens.

Ich gehe davon aus, dass Sie erkannt und eingesehen haben, dass nur die Regelmäßigkeit zum gewünschten Erfolg führt und dass Sie die erste Zeit durchgehalten haben und auch gelaufen sind, wenn es mal schwer fiel.
Sie haben sicher an sich selbst erlebt, wie einfallsreich der Mensch ist, wenn es darum geht, Ausreden zu finden.

Genau so sicher bin ich, dass Sie aber auch erlebt haben, wie gut Sie sich eigentlich fühlen, wenn Sie trotzdem gelaufen sind. Wie ein kleiner Stolz auf sich selbst entstanden ist, der langsam immer größer wird. 

Wenn Sie schön langsam begonnen haben und nicht zu schnell zu viel gewollt haben, werden Sie schon ein langsames Anwachsen der Ausdauer verspüren. Sie können schon eine deutlich längere Strecke laufend zurücklegen, als am Anfang.

Ich bin aber überzeugt, dass Sie auch die ersten Reaktionen Ihres Körpers auf die noch relativ ungewohnte Belastung feststellen konnten.
Diese Reaktionen (Anpassungsreaktionen) treten bei fast allen Anfängern auf. 
Diese Probleme können in fast allen Körperbereichen auftreten. Natürlich im Bereich der Beine, wo sie alle Gelenke betreffen können. Aber auch der Oberkörper kann betroffen sein.

Bei mir war es am Anfang das Kniegelenk und der Schulter- und Nackenbereich.

Beide Probleme wurde ich relativ rasch los nach Umsetzung von Ratschlägen, die ich damals bekam.
Beim Knie ging ich auf Nummer sicher und konsultierte einen Sportarzt, der mir half.

Sie helfen sich aber selbst am besten, wenn Sie die richtigen Laufschuhe tragen. Es gibt genügend Fachgeschäfte, in denen Sie eine kompetente Beratung bekommen.
Laufen ist eine sehr kostengünstige Sportart – doch an den Laufschuhen sollten Sie nicht sparen.

Der Gang zum Arzt sollte bei Beschwerden tatsächlich immer erfolgen. Zu verschieden können die Ursachen der Probleme sein.


Meist werden es aber Anpassungsreaktionen des Stütz- und Bewegungsapparates an die Belastung sein.

Eine sehr gute Möglichkeit zur Eigenbehandlung bei Beschwerden ist auch die Behandlung mit Wasser. Ich habe damit schon die größten Erfolge erzielt.
Wechselfußbäder z. B. regen die Durchblutung sehr stark an, was in aller Regel zu einer schnellen Besserung und Heilung führt.
Probleme im Kniebereich lassen sich durch kaltes und warmes Abbrausen relativ gut in den Griff bekommen.
Dabei sollten Sie beachten, immer mit warmem Wasser aufzuhören!

Dass Sie Ihre Laufleistung so lange reduzieren sollten, bis wieder ein schmerzfreies Laufen möglich ist, dürfte selbstverständlich sein.

Wie kann man aber nun ein ständiges Auftreten von Verletzungen oder Beschwerden verhindern oder minimieren?
Ganz einfach – Sie sollten Ihren Körper in die Lage versetzen, besser mit diesen Belastungen umgehen zu können und damit fertig zu werden. Kräftigen Sie Ihren Bewegungs- und Stützapparat!

Ein Beispiel aus meiner Entwicklung:  Die anfänglich bei mir immer auftretenden Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich bei Laufleistungen über 10 km verschwanden nach regelmäßiger Kräftigung durch Liegestütze.

Folgende Kräftigungs- und Lockerungsübungen kann ich Ihnen aus eigener Erfahrung und Anwendung heraus sehr empfehlen:

1. Gymnastik- und Dehnungsübungen (Es gibt die verschiedensten Übungen. Ich bevorzuge alles, was einer Verkürzung der Sehnen durch die einförmige Belastung des Laufens entgegenwirkt. Im Internet finden Sie jede Menge Seiten, die sich diesem Thema widmen).
2. Halbe Kniebeugen (Gehen Sie wirklich bei diese Übung nicht ganz runter, da dies garantiert zu einer Überbeanspruchung der Kniegelenke führen würde).
3. Kniehub (Ziehen Sie im Stand abwechselnd je ein Knie so weit wie möglich nach oben, die Anzahl der Wiederholungen bei 2. und 3. können Sie im Laufe der Zeit steigern).
4. Situps oder Rumpfheben
5. Liegestütze
6. Fußspitzenlauf (Gehen Sie auf den Fußspitzen auf der Stelle. Am Anfang nicht mehr als eine Minute. Dies führt zu einer ungemeinen Kräftigung aller Gelenke und Sehnen im wirklich umfassenden Bereich des Fußes).

Alle diese Übungen können Sie bequem zu Hause auf dem Teppich ausführen. Sie brauchen nur wenig Platz und auf ein Fitnessstudio können Sie verzichten.


All das sollte dazu führen, dass Sie Ihre Bemühungen um mehr Fitness und Ausdauer durch Laufen gezielt weiterführen können. Je länger Sie durchhalten, desto weniger werden die Beschwerden auftreten.


Ich habe zum Beispiel seit 1988, dem Beginn meiner Lauferei, fast 61000 km laufend zurückgelegt und hatte in meinem Leben noch nie Rückenschmerzen!

Erst vor wenigen Tagen sagte ein älterer Herr in Gotha zu mir als ich an ihm vorbeilief:  „Wieder so einer, der nicht schnell genug auf den Friedhof kommen kann“!

Er wurde nachdenklich, als wir kurz ins Gespräch kamen. Wir stellten fest, dass ich älter war als er und dabei deutlich leistungsfähiger. Natürlich gibt es auch Beispiele für unvernünftiges Betreiben von Ausdauersport, aber richtig und vernünftig betrieben, ist er der Jungbrunnen für uns, für die ältere Generation.

Beginnen Sie und bleiben Sie dabei – Ihr Körper und Ihre Seele werden es Ihnen danken!!!


(Wenn ich bei Ihnen weiterhin auf Interesse stoße, werden wir in der Folge daran arbeiten, nach und nach unsere Ausdauer und Schnelligkeit zu steigern, um vielleicht irgendwann das Erfolgserlebnis eines bestandenen Laufwettkampfes zu haben.)




Ihr Gerd Müller

(www.mueller-lex.de)

 
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