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Laufen - mein Leben
Gerd Müller aus Havelberg
   
   
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Darmstadt - ein unterschätzter "Stadtmarathon"
Als ich mich auf den Weg nach Darmstadt machte, ahnte ich noch nicht, was mich erwartete

Da ich in Hanau übernachten konnte, war das Erreichen des Startortes kein großes Problem. 30 Minuten von Frankfurt mit der S-Bahn und Darmstadt war erreicht. Schon beim Eintreffen stellte ich fest, dass eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit das Laufen heute nicht gerade angenehm machen würden. Später stellte ich fest, dass diese zwischen 80 und 90 % lag !

Vorweg muss ich sagen, dass dieser Lauf so gut organisiert war, dass es eigentlich kaum noch zu steigern ist. Sehr viele und sehr reichlich ausgestattete Verpflegungspunkte, jeder Km beidseitig groß ausgeschildert und 10 min. nach Zieleinlauf konnte ich meine ausgedruckte Urkunde ohne Anstellen in Empfang nehmen.

Das Einzige, was meiner Meinung nach überdacht werden sollte, ist der Start. Ich halte es nicht für günstig, dass alle (10km, HM, viele Staffeln, Marathon) gleichzeitig auf die Reise geschickt werden. Es ist bei den relativ schmalen Strassen und Wegen bis zum Halbmarathon doch teilweise sehr eng.

So war bis etwa km 5 das Laufen auch nur sehr ungleichmäßig möglich. Überhaupt fühlte ich mich bis etwa km 15 überhaupt nicht gut. Ich bekam Magenprobleme – was bei mir bisher nur ganz selten mal der Fall war. Zum Glück waren diese nach einem „Boxenstop“ wie weggeblasen. Dafür traf mich der nächste Schock. Da ich mich im Vorfeld gar nicht um die Strecke und deren Verlauf gekümmert hatte, war ich doch sehr überrascht, dass etwa die Hälfte durch den Wald ging – und ein einziges Bergauf – Bergab war. Eine Steigung hatte es sogar ganz schön in sich.

So zeigte die Uhr auch eine Zeit jenseits der 1:53 h beim Durchlaufen der HM-Marke an.

Ich fühlte mich zu diesem Zeitpunkt ganz schön platt und beneidete die HM-Läufer richtig, für die der Lauf beendet war.

Aber, wie schon oft erlebt, plötzlich fing es an zu laufen. Jetzt war Platz, ich konnte meinen Rhythmus laufen und ich kam ins Rollen. Natürlich waren die Steigungen ganz schön schwer. Aber nicht nur für mich. Ich bemerkte ab ca. km 25, dass ich nur noch am Überholen war !

Ich erlebte keinen Einbruch, auch wenn der schlimmste Berg bei km 38 noch mal alles von der Willenskraft abverlangte.

Bei einer Zeit von 3:46:45 durchlief ich das Ziel und stellte wieder mal verwundert fest, dass ich mich jetzt viel besser fühlte als noch bei etwa km 15 !! Schon komisch – der menschliche Organismus und dessen Leistungsfähigkeit.

Da ich die genaue HM-Zeit noch nicht kenne (im Ergebnis gab es nur die Endzeit) bin ich mir noch nicht sicher, ob ich eventuell erstmals den 2. HM schneller gelaufen bin als den ersten.

Es kann sich nur um Sekunden drehen.

Eine Erfahrung habe ich aus Darmstadt mitgenommen:

Unterschätze nie einen Stadtmarathon, bevor Du die Strecke kennst !!!

 

Nachtrag:   Bei der HM-Zeit hatte ich mit der Brutto-Zeit gerechnet. Die für

                  mich gemessenen Nettozeiten sahen folgendermaßen aus:

 

                  HM 1 :   1:51:46

                  HM 2 :   1:54:59          Endzeit:    3:46:45

 
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