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Laufen - mein Leben
Gerd Müller aus Havelberg
   
   
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Saisonausklang - Frankfurt 26.10.2008

Es war ein etwas denkwürdiger Lauf, der Marathon in Frankfurt.

Es sollte pünktlich vor meinem 60. Geburtstag meine 60. Marathon (und länger) werden.

Vorweggenommen – er ist es geworden !

Nach 3:41:20 überlief ich mit einem Gänsehautgefühl die Ziellinie in der wieder sagenhaft stimmungsvollen Festhalle in Frankfurt. Das muss man einfach erlebt haben, diesen Einlauf auf dem roten Teppich im Kunstnebel bei silbernen „Flitterregen“ und mit dem eigenen Bild auf der großen Leinwand vor Augen. Mehrere tausend Zuschauer sorgen für Stimmung beim Empfang der mehr oder weniger abgekämpften Läufer.

Schon am Vortag war ich mit Christine angereist. Die Übernachtung war kein Problem, da ich ja in Hanau ein Zimmer habe. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel durch die Frankfurter Kaufhäuser (man, was war das anstrengend für mich – lieber 10km laufen), begaben wir uns zum Messegelände um die Startunterlagen zu holen.

Auf der Marathonmesse trafen wir uns danach mit einigen Mitgliedern vom Forum auf www.streakrunner.de und lernten uns endlich mal kennen. Ich traf mich auch mit Dietmar Mücke (http://laufmalwieder.de), der vielleicht manchem als laufender Pumuckel schon aufgefallen sein dürfte. Er setzt sein großes Laufvermögen dazu ein, um mit Spendenaktionen anderen zu helfen ! Es ist beinahe unglaublich, aber er lief in Frankfurt 2:58 h und das barfuß!

Am Abend in Hanau lief ich noch schnell 2km in relativ flottem Tempo und schaffte damit meinen 41. Streaktag – 41 Tag hintereinander jeden Tag mindestens 1,6 km gelaufen-.

Morgen, am 42. Tag wollte ich allerdings 42 km laufen.

Der Morgen kam – und natürlich, es war ekelhaft kalt. Ich bin ja bekanntermassen ein „Wärmeläufer“ und fühle mich bei etwa 20-25 Grad am wohlsten beim Laufen.

Was solls, dachte ich mir, da laufe ich eben „lang“ (angezogen). Das habe ich unterwegs auch nicht bereut, denn so richtig warm wurde es bis ins Ziel nicht.

Ich hatte keine feste Zielzeit ins Auge gefasst. Allerdings wollte ich versuchen, bei einer relativ (für die AK ) guten Zeit, zum ersten mal den 2. HM schneller als den ersten zu laufen.

Wenn man den ersten richtig bummelt, eigentlich kein Problem, aber das wollte ich nicht. Es sollte schon richtig deutlich unter 4 Stunden sein.

1:50:32 zeigte die Uhr an, als ich die Halbmarathonlinie überquerte. Nun galt es, gleichmäßig weiter zu laufen. Ja nicht überziehen um nicht einzubrechen, aber auch nicht zu langsam, um das Vorhaben zu verwirklichen ! Gar nicht so einfach !

Es gelang mir, ohne gravierende Schwäche durchzulaufen – ganz gleichmäßig. Nach dem Zieldurchlauf war ich auch noch sehr gut drauf – eigentlich so gut wie noch nie vorher.

Aber leider – knapp daneben ist auch vorbei:

 

1. HM:     1:50:32

2. HM:     1:50:48

 

Endzeit:   3:41:20           16 Sekunden war ich auf der 2. Hälfte langsamer !!!

 

Na ja, der kurze Ärger wich schnell der Freude über den eigentlich sehr guten Lauf. Nicht nur über das Ergebnis selbst, sonder über die Art, wie ich durchlaufen konnte.

So konnte sich das Ergebnis eigentlich auch sehen lassen:

 

Gesamtplatz   3516  von   9464  Finishern (ohne Staffeln)

Platz AK M60:    23  von   156  Finishern

 

Damit ist die Saison 2007/08 beendet – nach einer Regenerationsphase beginnt die Vorbereitung der neuen, die die Saison der Ultras werden wird.

 
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