Marathons und länger:
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Laufen - mein Leben
Gerd Müller aus Havelberg
   
   
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gleich geht es steil bergan
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Laufberichte
Jubiläum auf der Marathonstrecke

Das war er - der 25. Lauf auf der Marathonstrecke des Rennsteiglaufes!

21.Mai 2016!

 

 

Dieses Jubiläum wollte ich unbedingt schaffen! Jetzt fehlt nur noch, die 30 Rennsteigläufe

voll zu machen. Zwei Läufe sind es noch.

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Bremen Marathon - der 100.!

Mehr als 27 Jahre hat es gedauert ..... der 100.!

  

Einen  Traum habe ich mir verwirklicht - ich bin tatsächlich 100 Läufe Marathon und länger gelaufen!

 

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TU 2015

Grenzerfahrung, Zweifel oder........"gut, dass manchmal keiner ans Telefon geht"

 

(der "Glutultra" rund um den Inselsberg - 9. Thüringenultra am 4. Juli 2105)

 

 

Ich hatte mich mit Toni Hecker aus Bremen geeinigt, dass wir diesen Lauf gemeinsam als Team "TU Trolle" als Staffel laufen wollten. Als 2er Staffel (54,2 und 46,0 km).

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27 mal auf dem Rennsteig unterwegs - reicht das?

Rennsteig Marathon - der 24. am 09.Mai 2015

(mein 27. Rennsteiglauf)

 

 

Da wir viel Verkehr wegen des Streiks der Lokführer auf der sowieso durch lange Baustellen belasteten Autobahn befürchteten, fuhren wir am Freitag bereits 5 Uhr in Havelberg los.

 

Da mein Fanclub, die Gastgeben der letzten Jahre in Neuhaus, in Urlaub waren, kamen wir dieses Jahr in einem Hotel am Startort unter.

 

Wir hatten Glück mit dem Verkehr und waren bereits 9:30 Uhr an Ort und Stelle.

Wir sind trotzdem zur Sporthalle gefahren und konnten das emsige Treiben bei der Vorbereitung der Dinge, die da kommen sollten, beobachten.

 

Ansonsten lief alles, wie seit Jahren gewohnt. 15 Uhr Abholen der Startunterlagen, Vorbereitung der Wettkampfkleidung für den Folgetag und dann natürlich die Klöße und Die Stimmung in der Sporthalle.

 

Der Wettkampf des Folgetages stört mich in der Nacht davor nicht mehr - dafür ist wirklich alles schon zu sehr zur Routine geworden. Immerhin sollte es der 24. Start auf dieser Strecke werden.

 

Nur das Frühstück am nächsten Morgen wich vom gewohnten Ablauf ab. Gab es das sonst bei Fam. Siegel immer schon 6:30 Uhr (auf Wunsch eines einzelnen Läufers), so mussten wir dieses mal bis 8:30 im Hotel darauf warten.

 

Als Folge verzichtete ich einfach auf die sonst vor dem Start übliche Banane und alles war gut!

 

8:40 Uhr fand ich mich im Startbereich ein und suchte nach bekannten Läufern. Sven von "lauffreund.de" und Ramona und Beate von den Streakrunnern konnte ich finden, aber leider nicht Jan Köhler. Mit meinen Lauffreund aus Waltershausen hatte ich mich verabredet, konnte ihn aber in der Hektik auf der Anlage leider nicht finden.

 

Dafür fragte mich plötzlich ein Unbekannter "Na, wen suchst Du denn, Du bist doch Gerd Müller - oder?"

 

Er erzählte mir, dass er schon seit langer Zeit aufmerksamer Leser meiner Homepage ist und mein läuferisches Leben ganz genau verfolgt. Er ist meine Altersklasse (ein Jahr älter) und sagte, dass seine Zielstellung für den Lauf sei, mich zu schlagen!

 

Wir lachten beide und ich bin überzeugt, dass ihm das sicher gelungen ist. Leider habe ich mir seine Startnummer nicht gemerkt - melde Dich doch mal bei mir (Gästebuch wäre eine Möglichkeit)!

 

Dann ging es los! Nach 2 km hatte ich den ernsthaften Gedanken im Kopf, aufzuhören!

Ich weiß nicht, ob es das Alter ist, das jedes Jahr etwas härter zuschlägt, oder die wirklich fehlenden Höhenmeter im Training seit 1,5 Jahren.

 

Ich hatte einen Puls von 170 (laut meiner TomTom) nach dem Berg am Anfang und fühlte mich so schwach, dass ein erfolgreiches Finishen unmöglich erschien!

 

Aber irgendwie hätte das nicht zu mir gepasst! Natürlich lief ich weiter! Für ein Aufgeben gibt und gab es für mich immer nur zwei Gründe, die ich akzeptieren könnte:

 

- Gefahr einer oder eine bereits eingetretene Verletzung

- Tod

 

Also sagte ich mir "Na los, mach schon, das hast Du doch schon oft erlebt und immer gemeistert!"

 

Also weiter. So langsam wurde ich warm und es begann, etwas leichter zu rollen.

Hoch Richtung Masserberg bin ich an den Steigungenab und zu gegangen und konnte immer problemloser und auch flotter laufen.

 

Am Hohlweg wurde es richtig spannend. Da ich ziemlich am Ende des Feldes gestartet war, war ich dort noch in einem Bereich, in dem viele wirklich langsame Läufer unterwegs waren.

 

Natürlich kam es gleich zum Stau, weil vorn jemand lief, der vor Angst vor einem Sturz so langsam lief, dass es fast nicht mehr vorwärts ging.

 

Also sah ich mich mehrmals gezwungen, mit vollem Risiko Überholmanöver zu starten, um nicht zu viel Zeit zu verlieren. Ich hatte mir nämlich am Start das Ziel gestellt "unter 5 Stunden"!

 

Es passierte also das, was ich vermeiden wollte. Ich kam gestresst im Tal unten an und hatte mehr als vorgesehen Kraft verloren. Ich wusste ja, was jetzt kam!

 

Der beinahe endlos anmutende Anstieg hoch bis Kahlert!

 

Doch oh Wunder - ich konnte bis hoch durchlaufen. Allerdings musste ich voll "auf die Zähne beißen", um das durchzuziehen.

 

Für einen Gedanken ans Aufhören war jetzt natürlich keine Zeit mehr da - ich war im Kampfmodus! Allerdings hatte ich immer das Gefühl, kämpfen zu müssen, um zügig voran zu kommen. Kurz gesagt, es war immer schwer!

 

In Neustadt gönnte ich mir zwei Minuten am Verpflegungspunkt. Ein Gel, eine Salztablette!

So viel Zeit muss sein, denn es wäre fatal, wenn plötzlich Krämpfe jeden Kampf unterbinden würden!

 

Kurz danach war er da - der jährlich wiederkehrende Moment, wenn man DEN BERG sieht und man sich sofort völlig leer fühlt. Jeder, der schon mal auf dieser Strecke unterwegs war, kennt diesen Anstieg bei km 31.

 

Überraschenderweise gelang es mir ziemlich problemlos, oben wieder ins Laufen zu kommen.

Der Blick zur Uhr offenbarte mir allerdings eine Gewissheit: "Unter 5 Stunden kannst Du vergessen!" Dafür waren die Gehpassagen wohl doch zu zahlreich gewesen - schade!

 

Plötzlich änderte sich alles! Es begann zu regnen! Erst ganz wenig, dann immer mehr! Als es plötzlich in einen ausgewachsenen Hagelschlag überging, wurde ich wütend über so viel Pech!

 

Plötzlich war mir alles egal! Die teilweise schmerzhaften Treffer durch die Eiskörner, der wie aus dem Nichts  entstandene Schlamm - ich wollte diesen "Mist" so schnell wie möglich beenden!

 

Jetzt kamen ja eigentlich MEINE KILOMETER! Auf den letzten7-8 km war ich eigentlich auf dieser Strecke immer am stärksten!

 

Also - Kopf ausschalten und los - und wie! Ich war nur noch am Überholen! Wie durch ein Wunder rutsche ich im schlammigen Untergrund nicht weg und als ich 2 km vor dem Ziel zur Uhr schaute, traute ich meinen Augen nicht. Das war noch drin!

 

Also zwang ich mich weiter und setzte die vermeintlich letzten Kräfte ein. Ich lief hoch zum Sportplatz (sonst wäre ich sicher gegangen).

 

Die Uhr am Zielbogen zeigte 5:01:..., aber ich war ja weit hinten gestartet!

 

Endzeit: 4:58:26 h !  Wieder einmal hatte sich gezeigt, dass man über ein Aufgeben wirklich immer erst nach dem Zieleinlauf nachdenken sollte.

 

Ich wollte sofort runter, um den nächsten Bus nach Neuhaus zu kriegen, denn Dynamo Dresden spielte und ich wollte im MDR die zweite Halbzeit sehen.

 

Christine hatte Mühe, mir zu folgen, aber wir schafften wirklich gerade noch so den Bus. Sonst hätten wir noch eine Stunde warten müssen.

 

Ich war noch nicht mal umgezogen - nur die hart erkämpfte Medaille hing um meinen Hals!

Da die Fahrt eine knappe Stunde dauerte, kam ich natürlich zum Frieren. Zum Glück war das Hotel nicht weit und die folgende Dusche richtig heiß, so dass ich bis jetzt keine Anzeichen einer Erkältung verspüre.

 

Als wir runter zum Bus "rannten" kam er den Berg hoch gelaufen - Jan Köhler! Im vorigen Jahr war er bei seiner Premiere auf dieser Strecke gestürzt und hatte sich verletzt. Er musste aufgeben.

 

Im diesen Jahr hatte er noch eine Rechnung mit der Marathonstrecke offen und konnte diese begleichen!

 

Trotz mächtiger Krämpfe unterwegs beendete er das Rennen erfolgreich! Ich konnte ihm seine Enttäuschung anmerken und tröstete ihn mit den Worten:  "Jan, das nächste mal nimmst Du paar Salztabletten mit! Sei zufrieden mit Dir! Trotz Krämpfen dieses schwere Rennen zu beenden, schafft nicht jeder. Heute hast Du den Grundstein für kommende Taten gelegt!"

 

Ich allerdings bin am Überlegen - soll ich mir das wirklich jedes Jahr aufs neue antun, oder genügen 27 Läufe auf dem Rennsteig? Im flachen Norden gibt es so viele schöne Läufe!!!

 

Gerd!   (Dresden hat übrigens 5:1 gegen Unterhaching gewonnen - super!)

 
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